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Synthetische Indizes sind simulierte Preisfeeds, die vom Algorithmus eines Brokers erzeugt werden und nicht aus echten Aktienkörben oder externen Märkten abgeleitet sind. Sie werden 24/7 bei bestimmten Offshore-Brokern gehandelt und bieten feste Volatilitätsprofile (Volatility 75 Index, Boom and Crash Indices). Das Gegenpartei-Risiko ist vollständig beim Broker gebündelt, da kein externer Markt existiert; regulierte Jurisdiktionen wie die EU schränken sie ein oder verbieten sie.
Synthetische Indizes sind algorithmisch generierte Kursreihen, die das statistische Verhalten realer Märkte (Volatilität, Sprünge, Range-Verhalten) nachbilden sollen, ohne reale Basiswerte zu referenzieren. Der Kurs-Feed stammt aus einem Zufallszahlengenerator mit kryptografischer Verifizierung, läuft 24/7 ohne Feiertagspausen und reagiert weder auf News noch auf Geschäftszahlen oder Notenbank-Entscheidungen. Es handelt sich um ein Derivat, nicht um einen Index im klassischen Sinne.
Wie synthetische Indizes aufgebaut sind
- Volatilitäts-Indizes. Tick-by-Tick erzeugte Kurse, die eine konstante annualisierte Volatilität halten (üblich 10 %, 25 %, 50 %, 75 %, 100 %).
- Crash- und Boom-Indizes. Langsamer Trend in eine Richtung mit seltenen großen Sprüngen in die Gegenrichtung. Konzipiert, um Stop-Loss-Disziplin zu testen.
- Step-Indizes. Gleichwahrscheinliche Auf- oder Abschritte fester Größe. Das einfachste Random-Walk-Modell.
- Range-Break-Indizes. Der Kurs schwingt in einer Bandbreite; im Schnitt einmal pro N Intervallen bricht er aus.
- Jump-Indizes. Eine Basisvolatilität plus periodische diskrete Sprünge fester Magnitude.
Synthetische vs reale Indizes: die Unterschiede
- Kein Basiswert. Ein realer Index (S&P 500, FTSE 100, DAX) ist ein Korb gelisteter Aktien. Ein synthetischer Index ist ein Zahlenstrom ohne wirtschaftlichen Bezug.
- 24/7-Handel. Keine Markteröffnung, kein Schluss, keine Wochenend-Gaps.
- Keine fundamentalen Treiber. Gewinne, BIP, Zinsentscheidungen bewegen reale Indizes. Synthetische bewegen sie nicht.
- Konstante statistische Eigenschaften. Ein synthetischer Volatilitäts-Index ist so gebaut, dass er sein Volatilitäts-Regime hält. Ein realer Index driftet zwischen Regimen.
- Gegenpartei-Modell. Der Kurs-Feed stammt vom Broker oder einem RNG eines Drittanbieters. Der Trader trägt das Feed-Integritäts-Risiko.
Wofür synthetische Indizes nützlich sind
- Strategie-Stresstest. Eine Scalping-Strategie lässt sich gegen einen kontinuierlichen, regime-stabilen Kursstrom backtesten.
- Handel außerhalb der Marktzeiten. Wenn reale Märkte geschlossen sind, bleiben synthetische Indizes liquide.
- News-immune Positionen. Trader, die rein technische Exposition ohne fundamentale Schocks wollen.
- Lernen. Einsteiger üben Ordertypen, Positionsgrößen und Stop-Platzierung, ohne einen makroökonomischen Kontext mitlernen zu müssen.
Wann ist Handel mit synthetischen Indizes sinnvoll?
- Sie verfolgen eine technische Strategie, die eine saubere Testumgebung braucht.
- Sie handeln außerhalb der regulären Marktzeiten und suchen eine liquide, regulierte Alternative zu dünnem Übernacht-Forex.
- Sie trainieren Order-Management ohne den Lärm makroökonomischer Veröffentlichungen.
- Sie verstehen, dass das Produkt ein Kontrakt auf einen erzeugten Zahlenstrom ist, kein Aktienkorb.
Was schiefgehen kann
- Verwechslung mit realen Indizes. Den Synthetic Volatility 75 wie den S&P 500 zu behandeln. Die Instrumente verhalten sich anders, und die Analyse-Frameworks lassen sich nicht eins zu eins übertragen.
- Muster-Projektion. Ein Trader sieht eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation in einem synthetischen Feed. Das Muster hat keine fundamentale Bedeutung. Ein probabilistischer Edge muss getestet, nicht angenommen werden.
- Crash-and-Boom-Blow-ups. Crash-Indizes bei jedem langsamen Anstieg short zu gehen, sieht profitabel aus, bis der unvermeidliche Sprung sechs Monate Gewinne in einem Tick auslöscht.
- Regulatorische Verfügbarkeit. Synthetische Indizes sind in einigen Jurisdiktionen, darunter Teilen der EU, eingeschränkt. Prüfen Sie vor jeder Position, ob das Produkt für Retail-Kunden in Ihrem Land verfügbar ist.
Indizes bei Volity
Volity bietet CFD-Exposition auf reale Aktienindizes: S&P 500, Nasdaq 100, Dow Jones, FTSE 100, DAX, CAC 40, Nikkei 225 und Hang Seng. Ausgeführt wird durch UBK Markets Ltd, eine zypriotische Wertpapierfirma, die von der CySEC unter der Lizenz 186/12 zugelassen ist. Der Retail-Hebel auf Haupt-Indizes ist nach den ESMA-Produktinterventionen auf 1:20 begrenzt. Schutz vor negativem Saldo gilt. Berechtigte Retail-Kunden sind über den Cyprus Investor Compensation Fund bis 20.000 EUR pro Kunde und Firma abgesichert.
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