So funktioniert es
Der Trader eröffnet eine CFD-Position beim Broker durch Hinterlegen von Marge (typisch 5 bis 20 Prozent vom Nominalwert für Aktien, 0,5 bis 5 Prozent für FX). Der Broker quotiert einen Bid- und Ask-Preis, der dem Basiswert folgt. P&L läuft in Echtzeit auf die Nominal-Differenz auf. Zum Schließen nimmt der Trader den Gegen-Trade. Die Position wird in Cash abgerechnet; keine Aktien oder Rohstoffe wechseln den Besitzer. Übernachtfinanzierung gilt für Positionen, die über den täglichen Cutoff gehalten werden.
Beispiel
Ein Trader eröffnet einen Long-CFD auf Apple bei 180 $ für 100-Aktien-Nominal (18.000 $), mit 10 Prozent Marge (1.800 $). Apple steigt auf 185 $. P&L = (185 − 180) × 100 = +500 $, eine Rendite von 27 Prozent auf die Marge bei 2,8 Prozent Bewegung im Basiswert. Apple fällt stattdessen auf 175 $: P&L = (175 − 180) × 100 = −500 $, ein Verlust von 27 Prozent auf die Marge. Derselbe Hebel gilt für Short-Positionen, die ein Aktienkonto leihen müsste, um zu replizieren.
Warum es wichtig ist
CFDs bieten Flexibilität, die Cash-Aktien fehlt: Hebel, Leerverkauf ohne Leih-Setup, Exposure zu Indizes und Rohstoffen ohne Futures-Besitz, fraktionale Nominal-Dimensionierung. Die Trade-offs: Spreads sind weiter als direkter Marktzugang, Übernachtfinanzierung erodiert Long-Positionen, und der Broker ist die Gegenpartei (Gegenparteirisiko zählt in Stress-Märkten). CFDs sind US-Bewohnern unter SEC-Regeln nicht verfügbar; im UK, in der EU und im Großteil der Welt sind sie ein primäres Werkzeug für aktive Retail-Trader.