So funktioniert es
Im Forex sind die Top-LPs Tier-1-Banken (JPMorgan, Citi, UBS, Deutsche Bank) plus Non-Bank-LPs (Citadel Securities, XTX, Jump). Sie stellen Preise in ECNs und Prime-Broker-Pipes. Ihr Broker aggregiert diese Quotes und zeigt Ihnen das beste verfügbare Bid und Ask. Wenn Sie traden, wird die Order gegen den LP ausgeführt, der in dieser Millisekunde an der Spitze des Buchs steht.
Beispiel
Sie kaufen 1 Standard-Lot EUR/USD bei 1,0856. Hinter den Kulissen: die Aggregations-Engine Ihres Brokers sieht 5 LPs, die 1,0856 auf der Angebotsseite stellen. Citi zeigt 3 Millionen zu diesem Preis, XTX 2 Millionen, der Rest kleiner. Ihre 100.000-Euro-Order nimmt 100.000 aus Citis Quote. Sie sehen eine Ausführung. Die Mechanik dahinter ist unsichtbar.
Was LPs für Sie entscheiden
- Spread: mehr konkurrierende LPs = engerer Spread. EUR/USD hat Dutzende LPs, daher 0,2 bis 0,6 Pip Spread.
- Tiefe: wie groß eine Order nahe der Spitze des Buchs ausgeführt werden kann. Majors tragen zig Millionen pro Pip; Exotics Hunderttausende.
- Stabilität: gute LPs halten ihre Quotes; schwache LPs ziehen im Moment des Klicks zurück (Last-Look-Ablehnung).
- Asset-Abdeckung: manche LPs stellen nur Majors, andere decken Crosses, Exotics und Metalle ab.
Warum es wichtig ist
Die Qualität des LP-Pools trennt gute von schlechten Brokern. Ein Broker mit kleinem oder schwachem LP-Pool zeigt breitere Spreads, mehr Ablehnungen und größere Slippage-Spitzen bei News. Bei der Bewertung eines Brokers sind die LP-Liste und das Prime-Broker-Setup die prädiktivsten Signale für reale Ausführungsqualität.