So funktioniert es
Korrelation wird aus einer Stichprobe gepaarter Renditen über ein gewähltes Fenster berechnet. Tägliche Renditen über 30 bis 252 Tage sind typisch. Das Ergebnis ist der Pearson-Korrelationskoeffizient. Er misst nur lineare Beziehung; nichtlineare Abhängigkeit (z. B. Bewegungen in dieselbe Richtung mit unterschiedlichen Magnituden) wird verfehlt. Korrelation sagt nichts über Kausalität.
Beispiel
Spot-Gold und der US-Dollar-Index haben eine langfristige Korrelation nahe -0,5: steigt der Dollar, fällt Gold tendenziell, aber die Beziehung ist lose. EUR/USD und GBP/USD haben Korrelation nahe +0,85: sie bewegen sich meist zusammen, aber nicht im Gleichschritt. AAPL und SPY haben Korrelation nahe +0,7: Apple treibt viel des Index, sie teilen also einen großen gemeinsamen Faktor. Aktien-Anleihen-Korrelation war in manchen Jahrzehnten positiv und in anderen negativ.
Warum es wichtig ist
Korrelation bestimmt, ob zwei Positionen Ihr Risiko diversifizieren oder verstärken. Ein Portfolio aus 10 Aktien mit 0,9-Korrelation hat fast dasselbe Risiko wie eine Einzelposition gleicher Nominalsumme. Echte Diversifikation erfordert unkorrelierte oder negativ korrelierte Vermögenswerte. Der Haken: Korrelationen springen in Krisen gegen 1,0, sodass die Diversifikation, die in ruhigen Regimes funktionierte, genau dann verdampft, wenn Sie sie am dringendsten brauchen. Stress-testen Sie Korrelationen unter Stress-Annahmen, nicht auf dem langfristigen Mittel.