So funktioniert es
Auf einem ECN tritt Ihre Order in ein Auftragsbuch ein, in dem Banken, Hedgefonds und andere Kunden Preise stellen. Bestes Bid und bester Ask definieren den Spread, oft hauchdünn. Sie zahlen eine kleine Provision für das Routing. Der Broker hat keine Position in Ihrem Trade. Auf einer Market-Maker-Plattform stellt der Broker die Preise direkt. Der Spread ist breiter, keine separate Provision. Der Broker ist Ihre Gegenpartei: wenn Sie gewinnen, verliert er, und umgekehrt.
Beispiel
EUR/USD auf ECN: Spread 0,2 Pip, Provision 7 $ pro Round-Turn-Lot. Gesamtkosten auf Standard-Lot: 0,2 Pip (2 $) + 7 $ = 9 $. EUR/USD bei Market Maker: Spread 1,4 Pip, keine Provision. Gesamtkosten 14 $ pro Standard-Lot. ECN gewinnt bei Kosten für aktive Trader. Die Kehrseite: ECN-Slippage ist real (Preis bewegt sich zwischen Klick und Ausführung), während Market-Maker-Ausführungen stabil aber zu einem schlechteren Preis sind.
Wofür welches am besten ist
- ECN: Scalper, Day-Trader, jeder mit einer kostensensitiven Strategie. Erfordert ein Mindestkapital, damit sich die Provision lohnt (meist 5.000 $ und mehr).
- Market Maker: Swing- oder Position-Trader, bei denen der breitere Spread vom Bewegungsziel überschattet wird. Kleinere Konten, bei denen flache Provision schmerzhaft wäre.
Warum es wichtig ist
Das Interessenkonflikt-Problem bei Market-Maker-Plattformen ist real, aber überzeichnet. Regulierte MM hedgen ihr Buch im Aggregat; sie brauchen Ihren Trade nicht persönlich zum Verlieren. Das größere Thema ist Ausführungsqualität: Requotes, Last-Look-Ablehnung und selektive Slippage, die den Broker bevorzugt. Volity routet Standard-Konten auf ECN-Liquidität, was die Frage komplett entfernt.