So funktioniert es
Ein EA ist ein kompiliertes MQL4- oder MQL5-Programm, das an einen Chart angehängt ist. Es läuft in einer Schleife bei jedem neuen Tick, prüft die Einstiegs-, Ausstiegs- und Risikoregeln der Strategie und sendet Orders über das Order-Interface der Plattform. Der EA kann nur auf die Daten und die Broker-Verbindung wirken, die MetaTrader bereitstellt; alles außerhalb dieser Umgebung ist für ihn unsichtbar.
Was ein EA typischerweise codet
- Einstiegslogik: Indikator-Kreuzungen, Price-Action-Trigger, zeitbasierte Eröffnungen
- Positionsgröße: festes Lot, Prozent-Risiko oder Volatilitäts-angepasst
- Stop und Ziel: harte Stops, Trailing-Stops, Break-Even-Verschiebungen
- Ausstiegsregeln: Gegensignal, Zeitstop, Gewinn-Lock-in
- Filter: Session, News-Vermeidung, Volatilitätsregime
Beispiel
Ein Trend-folgender EA auf EUR/USD H1: long öffnen, wenn 20-EMA über 50-EMA kreuzt und ADX über 25 liegt, Positionsgröße 1 Prozent vom Equity, Stop bei 2 ATR unter Einstieg, Take-Profit bei 4 ATR, Trailing-Stop nach 2 ATR Gewinn. Der EA überwacht den Chart 24/5 und feuert, sobald die Bedingungen treffen. Keine Emotion, keine verpassten Signale, keine späten Einstiege. Ob die Strategie profitabel ist, ist eine völlig separate Frage.
Warum es wichtig ist
Automatisierung beseitigt die zwei größten Quellen von Trader-Fehlern: Zögern und Diskretion. Sie fügt keinen Edge hinzu, der nicht schon in den Regeln steckt. Eine schlechte Strategie automatisiert ist nur eine schlechte Strategie schneller ausgeführt. Bevor Sie einen EA auf echtem Kapital laufen lassen, testen Sie auf mindestens 5 Jahren historischer Daten über verschiedene Marktregime, dann Forward-Test auf Demo-Konto für einen Monat. Die ersten zwei Wochen live überraschen immer.