So funktioniert es
Jeder Derivatkontrakt hat ein klar spezifiziertes Verfallsdatum, das von der Börse gesetzt wird. Wenn Verfall naht, migriert die Liquidität zum nächsten Kontraktmonat (für Rolls) oder das Gamma der Option und Zeitverfall beschleunigen (für Optionen). Cash-abgerechnete Kontrakte rechnen sich zu einem veröffentlichten Referenzpreis ab; physisch-abgerechnete Kontrakte liefern den Basiswert an die Long-Position. Die meisten Retail-CFD-Broker handhaben die operative Seite des Verfalls transparent durch Rollen oder Abrechnen der Position vor der letzten Handelsminute.
Beispiel
Eine Aktien-Option mit Strike 100 $ verfällt Freitag bei Marktschluss. Underlying schließt bei 102 $: Call-Halter erhält 2 $ je Aktie inneren Wert, Put-Halter erhält nichts. Amerikanische Optionen können jederzeit vor Verfall ausgeübt werden; europäische nur bei Verfall. Cash-abgerechnete SPX-Optionen rechnen Freitagmorgen zu einem Eröffnungs-Referenzpreis ab, nicht zum Freitagsschluss, was unaufmerksame Trader überrascht. CME-Crude-Oil-Futures rechnen am dritten Geschäftstag vor dem 25. des Monats vor dem Liefermonat ab.
Warum es wichtig ist
Verfall ist die Deadline, die den Trade auflöst. Optionen, die aus dem Geld verfallen, verlieren 100 Prozent der gezahlten Prämie. Positionsmanagement um den Verfall erfordert besondere Sorgfalt: Pin-Risk (Preis schließt exakt am Strike) erzeugt Ausübungsunsicherheit; Zuteilung kann ungewünschte Basiswert-Positionen über Nacht erzeugen. Langfristige Positionen sollten mit expliziter Thesenprüfung gerollt werden, nicht nur operativ; der neue Kontrakt ist ein neuer Trade, keine Fortsetzung des alten.