Wie das Kelly-Kriterium funktioniert
Das Kelly-Kriterium ist eine Formel, die den optimalen Kapitalanteil berechnet, den man auf eine Wette riskieren sollte, gegeben Vorteil und Quote. Es maximiert das langfristige Wachstum und vermeidet mathematisch den Ruin, indem es jede Position im Verhältnis zum tatsächlichen Vorteil dimensioniert. Je größer und verlässlicher Ihr Vorteil, desto mehr sagt Kelly zu setzen; ohne Vorteil sagt es, nichts zu setzen.
Rechenbeispiel
Angenommen, eine Strategie gewinnt 55 % der Zeit bei 1:1-Quote. Kelly schlägt vor, etwa 10 % des Kapitals je Trade zu riskieren (der Vorteil, 10 %, geteilt durch die Quote). Das ist aggressiv: eine Verlustserie schnitte trotzdem tief, weshalb die meisten Profis einen Bruchteil von Kelly nutzen, oft ein Viertel oder die Hälfte, um die Drawdowns zu mildern und den Großteil des Wachstums zu behalten.
Warum volles Kelly zu aggressiv ist
Volles Kelly nimmt an, Sie kennen Ihre echte Trefferquote und Quote genau, was in echten Märkten nie der Fall ist, also übersetzt es routinemäßig und erzeugt brutale Drawdowns. Auf Volity ist die praktische Lehre das Prinzip, nicht die rohe Zahl: erhöhen Sie die Größe, wenn Ihr Vorteil stark ist, senken Sie sie, wenn er schwach ist, und setzen Sie nie so viel, dass eine normale Verlustserie das Konto bedroht. Fraktionales Kelly ist der übliche Kompromiss.
Warum das wichtig ist
Kelly ist die rigorose Antwort auf die wichtigste Frage im Trading, wie viel zu riskieren, und es beweist, dass sowohl Über- als auch Unterwetten langfristiges Wachstum kostet. Nutzen Sie es als Obergrenze und Disziplin, nicht als wörtliche Anweisung. Siehe auch: Positionsgröße und Risiko-Ertrags-Verhältnis.
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